Wieder “Gedenken” an der Staumauer
Edersee – Zum zweiten Mal in diesem Jahr fand eine Aktion der sogenannten “Nationalen Sozialisten Waldeck-Frankenberg“ an der Edersee-Staumauer statt. Über die letzte Aktion hatten wir seinerzeit berichtet (Link). Diesmal hatte man sich den Jahrestag der Bombardierung vor 69 Jahren ausgesucht und „ein Transparent über die Mauer gehangen“.
Zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema empfehlen wir an dieser Stelle einen Artikel aus dem Rundbrief der Gedenkstätte Breitenau, der sich mit der geschichtlichen Einordnung der Zerstörung der Staumauer, aber auch mit den Gedenken daran auseinandersetzt (Link).
Trauer wegen Kriegsende
Bad Hersfeld – Am Abend des 8. Mai, dem Jahrestag des Kriegsendes vor 67 Jahren legten nach eigenen Angaben die „Jungen Nationaldemokraten“, die Jugendorganisation der NPD, Blumen und eine „Gedenktafel“ am Kriegerdenkmal in Bad Hersfeld ab. Unter dem Motto „Ihr für uns – wir für Euch – Im Gedenken an die gefallenen Helden beider Weltkriege“ machte man deutlich, dass man sich in Tradition des Nationalsozialismus sieht.
Gleichzeitig empörte man sich, dass die viele „vielleicht (…) in diesem Jahr die Gründung Israels gefeiert“ hätten, aber bestimmt nicht „an die deutschen Ofer und die gefallen Soldanten des Krieges“ erinnert worden sei. Weiterlesen…
Braune Tierfreundin
Kassel – Kinderschutz und Tierschutz stehen in der rechtsextremen Propaganda hoch im Kurs: Mit ihrem vermeintlichen Einsatz für die niedlichen Kleinen wollen Neonazis bei der Bevölkerungsmehrheit punkten. Auch Sandra S. aus Kassel forderte im Internet schonungslose Härte gegen alle, die Kindern oder Tieren etwas antun. Unter ihrem Pseudonym „Sandy Kz“ hat sich die 40-jährige, die zum Umfeld der braunen Kameradschaft „Sturm 18 Zählt“, einschlägigen Wer-kennt-wen Gruppen angeschlossen. „Kinderschänder an die Wand“ zum Beispiel oder „Tierquäler sollen leiden“ – geschrieben in Großbuchstaben und mit fünf Ausrufezeichen.
Die Aufrufe zur Lynchjustiz müssten sich konsequenterweise allerdings auch gegen Sandra S. selbst richten: Wie erst jetzt bekannt wurde, brachen Polizei und Feuerwehr Ende April die Wohnung der 40-jährigen in der Kasseler Nordstadt auf, weil sich Nachbarn über beißenden Gestank beschwert hatten. Im verwahrlosten Heim der Rechtsextremen fanden die Beamten die Kadaver von vier Hunden und drei Katzen. Weiterlesen…
„Eichsfelder Heimattag“ im Regen
Leinefelde – Über tausend Gäste hatte man erwartet, schließlich sollte als Hauptact die „Lunikoff Verschwörung“ spielen. Die Band um den ehemaligen Sänger von „Landser“, Michael Regener, ist nach wie vor eine der beliebtesten in der rechtsextremen Szene. Obwohl sie nicht annähernd an die Popularitätswerte von „Landser“ anknüpfen können, die vor allem auf Titeln wie „Schlagt sie Tod“ oder „Kanacke verrecke“ beruhen. Jetzt, nach Verbüßung einer mehrjährigen Haftstrafe versucht Regener mit den Texten im legalen Rahmen zu bleiben und tritt gern mal bei Festen der NPD auf, so auch auf dem Eichsfeldtag.
Es wurden allerdings nur knapp 700 Rechtsextreme, die zusammenkamen. Und dies auch erst gegen Ende des Tages. In den ersten Stunden kamen lediglich 150 Personen, viele hatten wegen des Regens scheinbar ganz auf die Anreise verzichtet. Schließlich gab es zu Beginn lediglich Reden und nur unbekanntere Bands zu hören. Weiterlesen…
Demonstrationen am 1. Mai
Von „erfolgreichen Demonstrationen“ und dem Gelingen des „dezentralen Konzeptes“ wird im Nachklang der Demonstrationen am 1. Mai von ganz Rechter Seite schwadroniert. Die Realität sieht allerdings, wie so häufig, anders aus.
Insgesamt ein knappes Dutzend rechtsextreme Demonstrationen und Kundgebung hat es an diesem Tag bundesweit gegeben. Kaum eine verlief ohne Störungen, meist wurden die Aktionen vorzeitig beendet oder durften erst gar nicht beginnen. So zum Beispiel in Weimar, wo es den Veranstaltern auch nach mehreren Stunden nicht gelungen war eine Ausreichende Zahl von Ordnern zu stellen, die nicht vorbestraft und dazu noch nüchtern waren. Weiterlesen…
Vipers-Fanclub distanziert sich von Rechtsextremismus
Bad Wildungen – „Wir, der Fanclub Vipers Herzblut, sind von verschiedenen Personen darauf angesprochen worden, dass einzelne Mitglieder der Vipers Supporters Kontakte zu rechtsextremistischen Gruppen und Vereinigungen hatten. Unser Fanclub möchte hiermit in keinster Weise in Verbindung gebracht werden. Wir lehnen es ab, gemeinschaftliche Aktionen und Events mit den Vipers Supporters durchzuführen“, heißt es in einer Resolution, die die HNA in der heutigen Ausgabe veröffentlichte. Eigentlich eine begrüßenswerte Entscheidung, doch schon regt sich Widerstand.
Ausgerechnet der Vipers-Geschäftsführer Dirk Ex scheint dem kritisch gegenüberzustehen. Es „müssten zunächst sämtliche Fakten geprüft werden“ wird er in der HNA zitiert. Gleichzeitig wisse er aber bereits, dass keines der Mitglieder der Vipers Supporter der NPD angehöre, dessen sei er sich nach einem längeren Telefonat mit den Supporters sicher. Im Gegenzug wirft er Bad Wildungens Bürgermeister Volker Zimmermann, Erstem Stadtrat Bart van der Meer, VfL-Vorsitzendem Wolfgang Nawrotzki und Herzblut-Vorsitzendem Volker Schüttler laut HNA „Propaganda“ vor. Er verbitte sich jegliche Einmischung in dieser Angelegenheit und spricht von einem „Rufmord gegenüber der Supporters“. Weiterlesen…
NPD-Esel gegen den Euro
Bad Hersfeld – Unter dem Motto “Wir arbeiten – Brüssel kassiert. Raus aus dem Euro!” fanden am Samstag in mehreren Städten der Bundesrepublik Verteilaktionen der NPD statt. Oftmals hatten sich die Rechtsextremen dabei mit Eselsmasken ausgestattet und Plakaten behängt. In Nordhessen fand eine solche Aktion in Bad Hersfeld statt.
Insgesamt waren es etwas mehr als eine Handvoll Rechtsextreme die sich an dem NPD-Aktionstag beteiligten. Erst wurden in Bad Hersfeld, danach in Fulda Flugblätter gegen den “Eurowahn” verteilt. Die “als Esel verkleidete Aktivisten” sollten laut NPD “in aller Deutlichkeit auf die Unsinnigkeit des eingeschlagenen Weges aufmerksam machten”. Weiterlesen…




