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Archiv für die Kategorie ‘Kassel’

Braune Tierfreundin

8. Mai 2012 Kommentare aus

Kassel – Kinderschutz und Tierschutz stehen in der rechtsextremen Propaganda hoch im Kurs: Mit ihrem vermeintlichen Einsatz für die niedlichen Kleinen wollen Neonazis bei der Bevölkerungsmehrheit punkten. Auch Sandra S. aus Kassel forderte im Internet schonungslose Härte gegen alle, die Kindern oder Tieren etwas antun. Unter ihrem Pseudonym „Sandy Kz“ hat sich die 40-jährige, die zum Umfeld der braunen Kameradschaft „Sturm 18 Zählt“, einschlägigen Wer-kennt-wen Gruppen angeschlossen. „Kinderschänder an die Wand“ zum Beispiel oder „Tierquäler sollen leiden“ – geschrieben in Großbuchstaben und mit fünf Ausrufezeichen.

Die Aufrufe zur Lynchjustiz müssten sich konsequenterweise allerdings auch gegen Sandra S. selbst richten: Wie erst jetzt bekannt wurde, brachen Polizei und Feuerwehr Ende April die Wohnung der 40-jährigen in der Kasseler Nordstadt auf, weil sich Nachbarn über beißenden Gestank beschwert hatten. Im verwahrlosten Heim der Rechtsextremen fanden die Beamten die Kadaver von vier Hunden und drei Katzen. Weiterlesen…

„Eichsfelder Heimattag“ im Regen

5. Mai 2012 Kommentare aus

Die Reden fanden an diesem Tag nur die wenigsten interessant.

Leinefelde – Über tausend Gäste hatte man erwartet, schließlich sollte als Hauptact die „Lunikoff Verschwörung“ spielen. Die Band um den ehemaligen Sänger von „Landser“, Michael Regener, ist nach wie vor eine der beliebtesten in der rechtsextremen Szene. Obwohl sie nicht annähernd an die Popularitätswerte von „Landser“ anknüpfen können, die vor allem auf Titeln wie „Schlagt sie Tod“ oder „Kanacke verrecke“ beruhen. Jetzt, nach Verbüßung einer mehrjährigen Haftstrafe versucht Regener mit den Texten im legalen Rahmen zu bleiben und tritt gern mal bei Festen der NPD auf, so auch auf dem Eichsfeldtag.

Es wurden allerdings nur knapp 700 Rechtsextreme, die zusammenkamen. Und dies auch erst gegen Ende des Tages. In den ersten Stunden kamen lediglich 150 Personen, viele hatten wegen des Regens scheinbar ganz auf die Anreise verzichtet. Schließlich gab es zu Beginn lediglich Reden und nur unbekanntere Bands zu hören. Weiterlesen…

Rechte Parolen gegrölt und zugeschlagen

20. April 2012 Kommentare aus

Kassel – Zwei 23 und 26 Jahre alte Männer aus dem Werra-Meißner-Kreis wurden am Donnerstagabend gegen 18.30 Uhr am Stern in Kassel festgenommen. Beide hatten zuvor rechtsradikale Parolen gegrölt sowie einen Mann beleidigt und geschlagen. Auch gegen die gerufenen Polizisten gingen die stark betrunkenen Männer äußerst aggressiv vor. 

Wie die Polizei in einer Pressemitteilung schreibt, waren Polizisten des Innenstadtreviers Mitte von Mitarbeitern des Ordnungsamtes zur Unterstützung an den Stern hinzugerufen worden. Die Mitarbeiter hatten die beiden 23 und 26 Jahre alten Männer festgenommen, da sie nach Ausführungen der Ordnungsbeamten im Bereich der Bushaltestelle am Stern einen jungen Mann aus Kassel beleidigt und geschlagen hatten. Weiterlesen…

Neonazikonzert in Espenau

22. März 2012 Kommentare aus

Espenau – Wie die Frankfurter Rundschau aktuell berichtet fand am letzten Samstag ein Neonazi-Konzert im nordhessischen Ort Espenau statt. Rund 120 Rechtsextreme konnten hier in der Abgeschiedenheit der kommuneeigenen Veranstaltungsräume feiern.

Fast  120 Neonazis feiern ungestört in Espenau

Zur “Geburtstagsfeier” eines Neonazis kommen fast 120 Gleichgesinnte nach Espenau angereist. Die Polizei kontrolliert, aber sieht keinen Grund, die braune Feier aufzulösen.

So war der Slogan hoffentlich nicht gemeint. „Wir haben für jede Feier das Passende!“, wirbt die nordhessische Gemeinde Espenau für ihre Freizeiteinrichtungen. Und seit dem vergangenen Wochenende weiß man: Sie taugen auch für ein geselliges Beisammensein von fast 120 Neonazis. Weiterlesen…

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Rechtsextremist zu Bewährungsstrafe verurteilt

15. März 2012 Kommentare aus

Kassel – Das Amtsgericht Kassel hat einen Rechtsextremisten zu einer Bewährungsstrafe von 10 Monaten und einer Geldbuße von 600 Euro verurteilt. Michael F. war zusammen mit seinem Schwager angeklagt, vor zwei Jahren einen 45-Jährigen vor einer Kneipe in Bettenhausen bis zur Bewusstlosigkeit zusammengetreten zu haben. Bis heute leidet der Geschädigte unter den Folgen der Tat und ist berufsunfähig.

Da das Opfer aber selbst keine Erinnerungen mehr an die Tat hat und weitere Zeugen nicht aussagen konnten oder wollten, war diese ihm nicht zweifelsfrei nachzuweisen. Nur das der 26-jährige an der Tat irgendwie beteiligt war, war unstrittig. Sein drei Jahre jüngerer Schwager wurde freigesprochen. Die mitangeklagten anderen Vergehen waren leichter nachzuweisen: das Fahren ohne Fahrerlaubnis räumte er selbst ein, Beleidigung eines
Taxifahrers als „Scheiß-Ausländer“ galt nach der Zeugenanhörung als belegt, und von einer weiteren Schlägerei gab es ein Handy-Video, das Angeklagte bei der Tat zeigte. Weiterlesen…

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CDU Kassel wirft Neonazi raus

27. Februar 2012 Kommentare aus

Mit diesem Bericht des hr wurde Budzynski im November 2011 enttarnt

Ende letzten Jahres wurde bekannt, dass der Schriftführer eines CDU-Kreisverbands nebenbei in Kasslerer Neonazi-Kreisen aktiv ist. Jetzt hat die Partei Daniel Budzynski ausgeschlossen.

Der Kasseler Neonazi Daniel Budzynski muss jetzt die CDU verlassen, nachdem vor drei Monaten seine braune Gesinnung durch Berichte des hessischen Rundfunkes bekannt geworden war. Wegen “parteischädigenden Verhaltens” sei das ehemalige Vorstandsmitglied nun förmlich ausgeschlossen worden. Das Kreisparteigericht habe dem Antrag auf Ausschluss des Politikstudenten stattgegeben. Weiterlesen…

Polizeiliche Kriminalstatistik für 2011 veröffentlicht

8. Februar 2012 Kommentare aus

Am 7. Februar 2011 wurde die Polizeiliche Kriminalstatistik für Nordhessen vorgelegt. Den Abschnitt über die Politisch Motivierte Kriminalität (PMK) rechts dokumentieren wir im Folgenden:

Politisch motivierte Kriminalität

Die vorliegenden Fallzahlen der Politisch motivierten Kriminalität (PMK) wurden auch für das Jahr 2011 auf der Basis des Kriminalpolizeilichen Meldedienstes – PMK beim Hessischen Landeskriminalamt mit Stand vom 31. Januar 2012 erhoben. Hier werden alle Straftaten, unabhängig von ihrer deliktsspeziefischen Gruppeneinteilung, erfasst, bei deren Begehung eine politische Motivation erkennbar war. Weiterlesen…

Hitlergruß gezeigt – Geldstrafe für Neonazi

23. Dezember 2011 Kommentare aus

Thorsten K. (li.) mit bekannter Geste - hier auf einem Rechtsrockkonzert in Gera 2010

Am 5. März 2011 stand im Rahmen der Kommunalwahl in der Kasseler Nordstadt ein Infostand der Partei Die Linke. Damals kam es zu einem Übergriff eines bekannten “Sturm 18″ Aktivisten auf einen der Flugblattverteiler. Dieser wurde dabei von dem Angreifer mit Bier überschüttet, der seine Gesinnung durch das Zeigen des Hitlergrußes eindeutig zum Ausdruck brachte. Heute fand gegen ihn der Prozeß vor dem Amtsgericht in Kassel statt.

Sichtlich empört war er darüber, dass ihm, der doch durch Springerstiefeln und weißen Schnürsenkeln eindeutig als rechtsextremer zu erkennen, sei gleich dreimal Flugblätter der Linken angeboten worden waren So räumte er zunächst auch nur ein, dass er der Person, die ihm zum vierten male Flugblätter anbot, Bier über die Jacke gekippt habe. Er sei ja schliesslich provoziert worden. Einen Hitlergruß wollte er aber dort nicht gezeigt haben. Weiterlesen…

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Kassel: Rechte Schmierereien an der Uni

21. Dezember 2011 Kommentare aus

In der Nacht vor der Demonstration am 17.09.2011 gesprüht: Parole "Braun statt bunt" am Parteibüro der Linken

An der Uni sind in der Nacht zum 20. Dezember mehr als ein Dutzend Graffiti mit dem Text “Weise-Kusche – Kusch Kusch” gesrüht worden, berichtet die HNA in der Ausgaben vom 21. Dezember 2011. Der Text richtet  sich offenbar gegen Sebastian Weise-Kusche, den Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta) und Mitglied der Juso-Hochschulgruppe. Von der Art würden die Schmierereien denjenigen ähneln, die mit Sprühschablonen aufgebracht wurden, die in den vergangenen Monaten mehrfach auf dem Campus entdeckt wurden. Mitte September waren im Vorfeld einer Demonstration gegen Rechtsextremismus mehrere Graffitis mit der Parole “Braun statt Bunt” aufgetaucht.

Damals waren die Uni-Bibliothek, ein Bauzaun und auch das Holocaust-Mahnmal “Die Rampe” an der Moritzstraße damit beschmiert worden, aber auch an der Scheibe des Parteibüros der Linken war eine solche Parole aufgetaucht. Weiterlesen…

Braune Reservisten

6. Dezember 2011 Kommentare aus
David R. (3.v.l.) und der "Freie Widerstand Kassel": Dresden im Februar 2009

David R. (3.v.l.) und der "Freie Widerstand Kassel": Dresden im Februar 2009

In der letzten Zeit wurden mehrere Fälle aufgedeckt, wo Rechtsextremisten versucht haben, in Organisationen und Verbänden Fuß zu fassen und diese zu Unterwandern. Nach einer Feuerwehr und einem Stadtbezirksverband der CDU ist jetzt ein besonders brisanter Fall bekannt geworden: Bei der “Marschgruppe Hürtgenwald”, einer Reservistenvereinigung, marschieren zwei Aktivisten des “Freien Widerstand Kassel” mit.

Auf dem Weihnachtsmarkt in Gertenbach (Werra-Meißner-Kreis) fiel einem Kamerateam des hessischen Runsfunks ein polizeilich bekannter Rechtsextremist auf. Er war mit anderen Reservisten  bei der Verkehrsregelung im Einsatz, allerdings – weil er nicht gedient hat – nicht in Uniform, sondern in Zivilkleidung. Weiterlesen…

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