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In Hamm gegen den „Volkstod“

1. Oktober 2011

Hamm – Knapp 300 Neonazis trafen sich am Samstag, den 01. Oktober 2011, in Hamm um unter dem Slogan „Volkstod stoppen – Nationaler Sozialismus jetzt!“ zu marschieren. Die Teilnehmer der Demonstration, vor allem aus dem Spektrum der sogenannten „autonomen Nationalisten“ ließen dabei keinen Zweifel an ihrer Gesinnung. Bereits auf der Auftaktkundgebung wurde von Matthias Drewer von der örtlichen „Nationalen und Sozialistischen Kameradschaft Hamm“ die Richtung vorgegeben. So zitierte er in seiner Rede den für ihn „größten Staatsmann aller Zeiten“: Hitler.

Der "Freie Widerstand Kassel" marschiert in Hamm gegen den "Volkstod"

Im Verlauf des Marsches hallten Parolen wie „Deutschland den Deutschen – Ausländer raus!“, „Nationaler Sozialismus jetzt!“ und „Alles für Volk, Rasse und Nation!“ durch den Hammer Ortsteil Heessen. Bevor Axel Reitz auf der ersten Zwischenkundgebung erklärte, die Zukunft werde braun sein und zwar „Nicht braun im Sinne der Hautfarbe, sondern braun im Sinne der Gesinnung.“ Dies wurde von NPD-Funktionär Manfred Breidbach auf der zweiten Zwischenkundgebung mit einem weiteren Zitat untermauert, diesmal von „Deutschlands größten Sohn“, gemeint war natürlich wieder Hitler. Er drohte im Folgenden den Befürwortern einer „Blutmischung“: Es gäbe „nur eine einzige Möglichkeit, wie mit diesen Leuten zu verfahren ist, nämlich sie am nächsten Laternenpfahl aufzuhängen mit einem Schild um den Hals, auf dem geschrieben steht: ,Ich habe Verrat an meinem Volk begangen!’“. Derart aufgeheizt stimmten auf den letzten Metern zurück zum Bahnhof Hamm-Heessen einige der Neonazis einen weiteren Sprechchor an: „Juden und Kanaken – ins Arbeitslager packen“.

Bei der Demonstration war auch der „Freie Widerstand Kassel“ mit zehn Personen vertreten. Diese, nicht nur aus der Stadt Kassel, sondern auch aus den umliegenden Landkreisen, führten sogar ein eigenes Banner mit: Eine schwarze Fahne mit dem Aufdruck „Gau Kurhessen“.

Ein lesenswerter Artikel über die Demonstration findet sich bei NRWrechtsaußen.

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