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Kassel: Neonazi in der CDU

27. November 2011

Daniel Budzynski beim "Tag der deutschen Zukunft" in Peine (04.06.2011)

Seit zwei Jahren war er Schriftführer des CDU-Stadtbezirksverbands Kassel Nord, aber angeblich kannte ihn keiner näher und gesehen haben will ihn auch schon lange keiner mehr: Daniel Budzynski. Der Grund für das plötzliche Interesse an ihm ist, dass er war neben seinem parteipolitischen Engagement beim „Freien Widerstand Kassel“ aktiv war und hatte auf seiner Facebook-Seite den rechtsextremen Terror begrüßt hat.

Eigentliche hätte es jedem auffallen können. Daniel Budzynski tauchte in mehreren Internetforen unter dem Namen „Daniel Budze“ oder schlicht Budze auf, mehrfach in einschlägiger rechtsextremer Kleidung mit Aufdrucken wie: „Good Night Left Side“, aber immer gut zu identifizieren. Auf seinem Facobook-Profil hatt er schon in der Vergangenheit Werbung für rechtsextreme Veranstaltungen gemacht und schließlich zumindest an einer auch aktiv teilgenommen. Am 4. Juni 2011 fanden in Braunschweig und Peine Aufmärsche unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ statt. Auf ihnen trafen sich vor allem Neonazis aus dem Kreis der sogenannten „Freien Kameradschaften“. Einig waren sie sich darin, dass sie die Bundesrepublik als Staat und die Demokratie als Staatsform ablehnen, viele von ihnen mit ausgeprägtem Hang zur Gewalt. Mitten im Block der „Kameradschaft Northeim“ der „Freie Widerstand Kassel“ und einer davon: Daniel Budzynski.

Paulchen Panter. Das Facebook-Profil von Daniel B.

Nach der Umfangreichen Berichterstattung über die von Rechtsextremen begangene Mordserie der vergangenen Jahre und dem aufgetauchten Bekennervideo mit Paulchen Panter als zentraler Figur, reagierte auch Daniel Budzynski. Er änderte sein Profilbild in eine Zeichnung von Paulchen Panter mit Pumpgun, Patronengürtel und der Bildunterschrift „Ich komm wieder keine Frage“. Nicht nur eine Glorifizierung der Taten der Mörder sondern der unverholene Wunsch, dass deren Treiben fortgesetzt würde.

Nachdem er von den Recherchen der Journalisten etwas mitbekommen hatte, löschte er sein Profil umgehend, auch von seinem Posten in der CDU ist er inzwischen zurückgetreten, aus der Partei soll er jetzt ausgeschlossen werden.

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