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Rätselhaftes in Ossenfeld

2. Dezember 2011

Bild mit Gesteck in Dransfeld, wie es auch die NPD auf ihrer Internetseite präsentiert

Am Ehrenmal im Dransfelder Ortsteil Ossenfeld ist um den Volkstrauertag ein Grabgesteck mit einer schwarzen Binde abgestellt worden. Die Inschrift lautet „Ehre wem Ehre gebührt“ und ist gezeichnet von einer „Kameradschaft Dreiflüssestadt“. Wie die Mündener Allgemeine in der heutigen Ausgabe berichtet sei man im Ort „sehr besorgt“ über das anscheinend erstmalige Auftreten dieser Gruppierung, das Grabgesteck gäbe „Rätsel auf“.

Bei kurzer Recherche und einer genaueren Betrachtung des Abgedruckten Fotos ist der Urheber des Gestecks schnell identifiziert. War der Spruch „Ehre wem Ehre gebührt“ an einem Kriegerdenkmal schon ein deutlicher Hinweis auf Rechtsextreme aus der Region bringt ein Blick auf die Homepage der NPD Göttingen Klarheit. Insgesamt 23 Bilder von abgelegten Grabgestecken sind dort abrufbar, darunter auch das von Ossenfeld. Offensichtlich hatte man sich auf der Rundreise von Mahnmal zu Mahnmal, die beispielsweise auch nach Kassel führte (wir berichteten) immer andere Namen einfallen lassen um den Anschein von regional aktiven Strukturen zu erwecken. Dreiflüssestadt ist ein Name, der für Hann.-Münden gebräuchlich ist.

In diesem Zusammenhang übernahmen wir den Aufruf der Mündener Allgemeine, evtl. gemachte Beobachtungen zu melden:

„Die Polizei fragt in diesem Zusammenhang, ob jemand gesehen hat, wer das Grabgesteck aufgestellt hat und wann. „Vielleicht kann auch die Gärtnerei, bei der dieses Gesteck in Auftrag gegeben wurde, Kontakt mit der Polizei aufnehmen“, sagt Hauptkommissarin Jasmin Kaatz. Zeugen können sich mit den Ordnungshütern in Göttingen unter 0551/4911013 in Verbindung setzen.“

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