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Flugblätter in Korbach und Frankenberg

6. Januar 2012

Ein Haufen Papier: diese Flugblätter sollen verteilt worden sein

„Rund 2000 Flugblätter“ wollen Rechtsextremisten aus dem Kreis der „Nationalen Sozialisten Waldeck Frankenberg“ in den letzten Tagen  in Korbach und Frankenberg verteilt haben. Die Schriften zum „sozialpolitischen Thema ‘Mieten’ sowie dem gesellschaftlich vernachlässigten Thema Linksextremismus“ hätten eine „positive Resonanz jüngerer Deutscher“ erfahren.

Die Flugblätter kamen von der – eher virtuell bestehenden – hessischen Vernetzungsplattform „FN-Hessen“, die sich zur Aufgabe gemacht die extreme Rechte in Hessen zu vernetzen. Inhaltlich rufen die Flugblätter zum einen nach „einem Ende der Duldung linker Strukturen in unserer Gesellschaft“ auf, die sie nicht mehr länger hinnehmen wollen. Linke würden auf der einen Seite „durch militante und gewalttätige Rebellion gegen den Staat und seine Vertreter“ auffallen, aber nie strafrechtlich verfolgt werden. So versucht die extreme Rechte sich als unterdrücktes Opfer darzustellen, denen von allen Seiten übel mitgespielt wird.

Ein weiteres Flugblatt setzt sich mit dem tatsächlichen Problem des weniger werdenden günstigen Wohnraums auseinander. Hier aber der Tenor: Immer mehr Familien müssen aus ihrer Gegend wegziehen, weil sie ihre Arbeit verlieren und sich die Miete nicht mehr leisten können. Der Grund für den Verlust des Arbeitsplatzes ist – man hat es nicht anders erwartet – das „die Ausländer“ den Familien die Arbeit wegnehmen.

Die „Nationalen Sozialisten Waldeck Frankenberg“ versuchen also mit sozialpolitischen Themen zu punkten und liegen damit im Trend der extremen Rechten bundesweit. Dazu auch passend ihr Aufruf auf ihrer Internetseite, vermutlich mangelnder eigener Kreativität geschuldet: „Vorschläge für weitere (sozial-)politische Themen, die in Form von Flugblättern behandelt werden könnten, könnt ihr gerne in den Kommentaren hinterlassen.“

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