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Braune Lehrerin: Vergleich vor Gericht

18. Januar 2012

Wie die HNA in der Ausgabe vom 18. Januar berichtet, hat ihr die ehemalige Kreistagsabgeordnete des Schwalm-Eder-Kreises, Inge Godenau, mitteilen lassen, dass die im Jahr 2006 erfolgte fristlose Kündigung durch das Land Hessen wegen „berechtigter Zweifel an der Verfassungstreue erhalten“ durch einen Vergleich vor dem Arbeitsgericht Wiesbaden aufgehoben worden sei.

Inge Godenau reagierte damit auf die Berichterstattung der HNA über ein Urteil des Verwaltungsgerichts Darmstadt, wonach die Lehrerin weiter auf einer Schwarzen Liste für ungeeignete Lehrer geführt werden darf. Auch wir haben seinerzeit darüber berichtet (Link). Sie hatte erst als Abgordnete der Republikaner, später über die Liste von „Pro-Schwalm-Eder“ im Kreistag gesessen. Auf dieser Liste fanden sich neben Republikanern und Anhängern der NPD auch gewalttätige Neonazis und Musiker volksverhetzender Bands.

Interessant ist, neben dem scheinbar ausgeprägten Mitteilungsdrang von Frau Godenau, auch die Wahl ihrer Anwältin. Es handelt sich um die Hamburger Rechtsanwältin Gisa Pahl. Das „Netz gegen Nazis“ weiß über sie zu berichten:

Gisa Pahl (…) ist eine Hamburger Rechtsanwältin, die häufig Rechtsextremisten vertritt. (…) Als Rechtsanwältin stand sie unter anderem dem NPD-Bundesvorsitzenden Udo Voigt, der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN), dem rechtslastigen Esoterik-Bestsellerautor Jan Udo Holey (alias Jan van Helsing), dem Hamburger HIAG-Landesvorsitzenden Franz Schmitz, dem Bundesvorsitzenden des Vereins „Die Deutschen Konservativen“ Joachim Siegerist, dem GfP-Referenten Hans-Helmuth Knütter und dem „Junge-Freiheit“-Autor Robert Hepp zur Seite.
Aber auch außergerichtlich berät sie Rechtsextremisten: So war sie am „Projekt Schulhof“ im Jahr 2004 „beteiligt“, mit aus der Neonazi-Szene heraus Propaganda-Musik an Schulen, in Jugendtreffs oder auch Bushaltestellen kostenlos an Jugendliche verteilt werden sollte. (…)
Unter dem Pseudonym Gisela Sedelmaier veröffentlichte Pahl 1992/93 zwei jeweils über 100 Seiten umfassende Ratgeber-Broschüren für die rechtsextreme Szene. In handlicher und leicht verständlicher Form – durch das Heft führt ein „Mäxchen Treuherz“ – wird darin erklärt, wie man sich bei Demonstrationen, Hausdurchsuchungen oder Zeugenaussagen verhält. (…)
Der niedersächsische Verfassungsschutz nannte Gisa Pahl in seinem Jahresbericht 2004 als „szenebekannte Rechtsanwältin“. Sie ist als Interviewpartnerin des DVU-Sprachrohrs „National-Zeitung“ in Erscheinung getreten, hielt unter anderem Referate bei der „Deutschen Studiengemeinschaft“, dem Verein „Die Deutschen Konservativen“, der „Gesellschaft für freie Publizistik“, dem „Arbeitskreis für deutsche Politik“ und der „Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft“ (SWG.) in Erscheinung. Im März 2007 war Pahl – unter anderem neben dem Chefredakteur der Jungen Freiheit, Dieter Stein – Podiumsteilnehmerin auf einem Symposium der Deutschen Burschenschaft im rheinland-pfälzischen Landau.

(Quelle: http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/pahl-gisa)

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