Startseite > Aktionsgruppe 4, Hersfeld-Rotenburg, NPD > Nordhessiche Rechtsextremisten in Dresden

Nordhessiche Rechtsextremisten in Dresden

14. Februar 2012

Der "Nationale Widerstand Hersfeld-Rotenburg" in Dresden 2012

Es war geplant als großer Coup: voll wurde sich bei der Mobilisierung zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens auf die Demonstration am 13. Februar konzentriert. Die in den letzten Jahren immer am Samstag danach stattfindende Großdemonstration hatte man intern bereits im Vorfeld abgeschrieben. Zu groß waren in den letzten beiden Jahren die Proteste dagegen gewesen und ein Ausweg war den Organisatoren auch nicht eingefallen.

Der Anschein einer am Samstag den 18. Februar stattfindenden Demonstration  sollte allerdings aufrecht erhalten werden, um die Anti-Nazi-Proteste auf eine falsche Fährte zu locken und deren Hauptaugenmerk dort zu belassen. Am eigentlichen Jahrestag der Bombardierung, dem 13., würde man dann relativ ungestört marschieren können, so dachte man sich. Doch das Konzept ging nicht auf. Eine Gruppe war ausgeschert und hatte bereits vorher die Anmeldung für den Samstag zurückgezogen. Es war somit klar: wenn ein rechtsextremer Aufmarsch zu blockieren sein würde, dann am Montag den 13.

Dresden als "Bombenholocaust". Transparent von NPD und einer "Aktionsgruppe" aus Hersfeld

Tausende hatten sich den Marschierern in den Weg gestellt und dafür gesorgt, das nur eine ca. 1 km lange Marschstrecke für die ca. 2.000 Rechtsextremisten möglich war. Nach knapp zwei Stunden und einer Runde um den Block war der Spuk auch schon fast vorbei. Niedergeschlagen deswegen auch am Tag danach die Stimmung in den einschlägigen Internetforen: „Wir haben das letzte große Ereignis verloren, für mich zerschlägt sich gerade eine der letzten Perspektiven. Wie soll es weitergehen? Der Ausblick nur noch Sauf- und Szeneveranstaltungen eines abgeschotteten kleinen Subkultur zu haben, ist zum Kotzen. Das deutsche Volk geht jedes Jahr mehr dem Ende entgegen und der NW [Nationale Widerstand] bewegt sich nur noch, wenn er im Todeskampf zuckt.”

Im Todeskampf mitgezuckt haben auch Rechtsextremisten aus Nordhessen: Sie trugen ein gemeinsames Transparent der NPD Hersfeld-Rotenburg und einer „Aktionsgruppe 4 Hessen“ (s. Bild).

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: