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CDU Kassel wirft Neonazi raus

27. Februar 2012

Mit diesem Bericht des hr wurde Budzynski im November 2011 enttarnt

Ende letzten Jahres wurde bekannt, dass der Schriftführer eines CDU-Kreisverbands nebenbei in Kasslerer Neonazi-Kreisen aktiv ist. Jetzt hat die Partei Daniel Budzynski ausgeschlossen.

Der Kasseler Neonazi Daniel Budzynski muss jetzt die CDU verlassen, nachdem vor drei Monaten seine braune Gesinnung durch Berichte des hessischen Rundfunkes bekannt geworden war. Wegen „parteischädigenden Verhaltens“ sei das ehemalige Vorstandsmitglied nun förmlich ausgeschlossen worden. Das Kreisparteigericht habe dem Antrag auf Ausschluss des Politikstudenten stattgegeben.

„Wir sind froh, dass es nun offiziell ist“, wird die Kasseler CDU-Chefin und hessische Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann in der Montagsausgabe der Frankfurter Rundschau zitiert. „Der Fall hat uns innerhalb der Partei aufgerüttelt.“ In Zukunft möchte man mit allen Neumitgliedern vor der Aufnahme in die Partei ein persönliches Gespräch führen, damit eine Widerholung des Skandales ausgeschlossen werden kann. Doch Budzynski war nicht nur einfaches Mitglied. Zwei Jahre lang war er zudem Schriftführer des CDU-Stadtbezirksverbands Kassel-Nord, ohne dass seine rechtsextremen Aktivitäten bemerkt worden wären. Der 25-Jährige verbreitete im Internet braunes Gedankengut und nahm an Neonazi-Aufmärschen teil.

Schließlich solidarisierte er sich mit den Aktivitäten der Zwickauer Terrorzelle indem er sein Profilbild auf Facebook in einen schwer bewaffnetenPaulchen Panther änderte – die Figur hatten die rechten Serienmörder auf ihrer Bekenner-DVD benutzt.

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