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Nordhesse neuer Chef der NPD-Jugend

27. Februar 2012

Landesvorsitzender mit Blümchen: Martin Braun aus Hersfeld und der JN Vorstand (Quelle: JN-Hessen)

Auf dem Landeskongress der „Jungen Nationaldemokraten“, der Jugendorganisation der NPD, am 25. Februar 2012 wurde ein neuer Landesvorsitzender gewählt. Der bisherige Vorsitzende, Stefan Jagsch hatte nicht mehr kandidiert, statt ihm wurde jetzt Martin Braun aus Bad Hersfeld gewählt.

Nachdem der ausgeschiedene Landesvorsitzende „mit einem Präsent verabschiedet“ worden war, wie die JN schreiben. Fand eine Veranstaltung unter dem Motto „Aufbruch in die Zukunft“ statt, an der rund 40 Rechtsextremisten teilgenommen haben sollen. Hier durfte dann auch Martin Braun, nachdem er bereits mehrere Jahre dem Landesvorstand der Jungen Nationaldemokraten angehört hat – immerhin war er bereits seit der Gründung des Hessischen Landesverbandes 2009 dabei – seine erste Rede als Landesvorsitzender halten.
Zu den Aktivitäten der Jungen Nationaldemokraten in Hessen schreibt der Hessische Verfassungsschutz übrigens folgendes:
Aktivitäten der JN
Anders als bei der hessischen NPD ist bei ihrer Jugendorganisation im Berichtszeitraum ein Aktivitätszuwachs zu beobachten. Die JN traten mehrfach mit Aktionen in die Öffentlichkeit. Allerdings ist auch ihr Mobilisierungspotenzial begrenzt. Angesichts der Teilnehmer bei den bekannt gewordenen Veranstaltungen ist von einem Personenpotenzial von etwa 30 Mitgliedern und Anhängern auszugehen.
Am 8. Mai führte der Bundesverband der JN eine Demonstration in Wiesbaden durch. Angemeldet wurde die Veranstaltung durch den JN-Bundesvorsitzenden Michael Schäfer (Sachsen-Anhalt), durchgeführt wurde sie mit Unterstützung der hessischen JN und der hessischen NPD. Das Motto der Demonstration lautete: „Gegen Folterknechte und Kriegstreiberei – Kein US-Hauptquartier in Wiesbaden“. Sie richtete sich gegen die geplante Verlegung des Hauptquartiers der amerikanischen Armee in Europa von Heidelberg nach Wiesbaden. Der Aufmarsch fand im Umfeld der US-Airbase in Wiesbaden-Erbenheim statt. Es beteiligten sich etwa 150 Rechtsextremisten, womit die Teilnehmerzahl deutlich unter den Erwartungen der Anmelder blieb. Als Redner traten der Fraktionsvorsitzende der NPD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern Udo Pastörs, der stellvertretende Landesvorsitzende der hessischen NPD Daniel Knebel sowie ein neonazistischer Aktivist aus Nordrhein-Westfalen auf. Bei allen Redebei trägen standen antiamerikanische Aussagen im Mittelpunkt der Ausführungen.
Nachdem der Landesverband der JN bei der Demonstration am 8. Mai nur unterstützend in Erscheinung trat, organisierte er am 9. Juni selbst eine Kundgebung in Butzbach (Wetteraukreis). Etwa 35 Rechtsextremisten demonstrierten wegen einer Vortragsveranstaltung zum Thema Rechtsextremismus, die am gleichen Tag stattfand. Nach zwei Redebeiträgen wurde die JN-Kundgebung wegen Verstoßes gegen die Auflagenverfügung aufgelöst. Eine weitere Kundgebung unter dem Motto „Meinungsvielfalt statt Linksfaschismus“ wurde durch die hessischen JN am 28. August in Echzell (Wetteraukreis) durchgeführt. Auch diese Aktion nahm Bezug auf eine gegen Rechtsextremismus gerichtete Veranstaltung. Die JN konnten etwa 30 Personen mobilisieren.

(Quelle: Hessischer Verfassungsschutzbericht 2010)

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