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Geschichtsverdrehung an der Staumauer

16. März 2012

"Gedenk"aktion an der Staumauer

Edersee – Am letzten Freitag gegen halb zwölf erschienen plötzlich eine Handvoll schwarz gekleideter Menschen an der Staumauer des Edersees. Teilweise vermummt begannen sie, Grabkerzen zu entzünden und auf dem Weg über die Staumauer zu verteilen. Anschließend wurde noch schnell ein Erinnerungsfoto geschossen und der Spuk war wieder vorbei. Sinn und Zweck dieser Aktion wurde erst später auf der Internetseite der „Freien Kräfte Waldeck-Frankenberg“ erläutert. Man wollte den Toten bei der Bombardierung der Staumauer im II. Weltkrieg gedenken.

Die sogenannten „Freien Kräfte Waldeck-Frankenberg“ zeichneten dann auch für die Aktion verantwortlich. „Gegen das Vergessen“ wollen sie ankämpfen, wie sie schreiben, und sie meinen dabei nicht die Verbrechen die im Zuge des Vernichtungskrieges der deutschen Wehrmacht begangen wurden. Schließlich könne sich jeder „seine eigene Wahrheit von der Geschichte bilden“.

entzündete Grablichter auf der Mauer

Sie beklagen, das die „einfachen Frontsoldaten, die Opfer der Bombenkriege, die Vertriebenen, schlichtweg alle Opfer dieses Krieges“ vergessen werden würden. Im Klartext sagen sie damit: Opfer des Krieges sind für so also weder die in den Konzentrationslagern ermordeten, nicht die bei der Befreiung Deutschlands Gefallenen und auch nicht diejenigen, die Widerstand gegen das menschenverachtende Regime der Nazis geleistet haben. Die „Freien Kräfte Waldeck-Frankenberg“ üben sich im folgenden Text in Geschichtsverdrehung und Täter-Opfer-Umkehr als hätten sie nie ein Geschichtsbuch gelesen. Angesichts solcher Manipulationen kann man nur hoffen das tatsächlich nicht vergessen wird, und zwar welches Unheil die Rechtsextremisten schon einmal angerichtet haben.

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