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Neonazis stören Ostermarsch

6. April 2012
Störten den Ostermarsch: Junge Nationaldemokraten in Bruchköbel

Störten den Ostermarsch: Junge Nationaldemokraten in Bruchköbel

Bruchköbel – Am Karfreitag versuchten ca. 15 Neonazis den Ostermarsch im Mittelhessischen Bruchköbel zu stören. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ und obwohl ein größeres Polizeiaufgebot um den Veranstaltungsort vor dem Bürgerhaus Bruchköbel postiert war, wurden die schwarz gekleideten, mit Fahnen der „Jungen Nationaldemokraten“ ausgestatteten Rechtsradikalen durchgelassen.

Wie die Frankfurter Rundschau in der Ausgabe vom Ostersamstag berichtet begründete die Polizei dieses Vorgehen damit, dass es sich bei den Rechtsextremisten schließlich um „Teilnehmer der Veranstaltung“ handle. Eine Gruppe aus dem Kreis der Friedensaktivisten stellte sich jedoch den Störern in den Weg und verhinderte so, dass sie sich der Kundgebung anschließen konnten.

Unter den Teilnehmern waren neben dem neuen Landesvorsitzenden der „Jungen Nationaldemokraten“, dem aus Hersfeld stammende Martin Braun, einige nordhessische Rechtsextremisten. Auch wenn sie Landesweit nur 15 Personen für solcherlei Aktionen mobilisieren können versuchen sie durch solche Provokationen in die Schlagzeilen zu kommen.

Zu Störungen kam es bereits in den Vorjahren, hier 2008

Auch der Versuch, sich als Teil der Friedensbewegung darzustellen, ist in Anbetracht der Befürwortung militärischer Gewalt bis hin zur Forderung nach nuklearer Aufrüstung der Bundesrepublik im NPD Parteiprogramm, ein durchschaubares Propagandaprojekt. So betonte der Redner der Organisation Pax Christi dann auch vor Ort: „Gerade vor dem Hintergrund der Versuche von Nazis, die Ostermärsche hier in Bruchköbel zu stören, müssen wir uns klar positionieren und sagen, dass neue und alte Nazis nichts mit der Friedensbewegung zu tun haben. Auch heute gilt: Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“

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