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Rechte Parolen gegrölt und zugeschlagen

20. April 2012

Kassel – Zwei 23 und 26 Jahre alte Männer aus dem Werra-Meißner-Kreis wurden am Donnerstagabend gegen 18.30 Uhr am Stern in Kassel festgenommen. Beide hatten zuvor rechtsradikale Parolen gegrölt sowie einen Mann beleidigt und geschlagen. Auch gegen die gerufenen Polizisten gingen die stark betrunkenen Männer äußerst aggressiv vor. 

Wie die Polizei in einer Pressemitteilung schreibt, waren Polizisten des Innenstadtreviers Mitte von Mitarbeitern des Ordnungsamtes zur Unterstützung an den Stern hinzugerufen worden. Die Mitarbeiter hatten die beiden 23 und 26 Jahre alten Männer festgenommen, da sie nach Ausführungen der Ordnungsbeamten im Bereich der Bushaltestelle am Stern einen jungen Mann aus Kassel beleidigt und geschlagen hatten. Zuvor hatten sie nach Angaben der Zeugen rechtsradikale Parolen gegrölt. Nicht nur gegen die Festnahme setzten sich die äußerst aggressiven und zur Gewalt neigenden Männer zur Wehr, auch bespuckten und beleidigten sie in Folge die eingesetzten Polizisten. Der 23-Jährige randalierte zudem noch in einem Rettungswagen, der ihn zur Versorgung seiner Wunden in ein Krankenhaus bringen wollte, indem er gegen Personen sowie Inventar trat. Die Verletzungen hatte er von dem Opfer an der Bushaltestelle erhalten, das sich gegen den Angriff der beiden Auswärtigen zur Wehr gesetzt hatte. Der Krankenwagentransport musste von Revierbeamten mit begleitet werden. Das Opfer der Körperverletzung wurde ebenfalls medizinisch versorgt.

Mit Unterstützung weiterer Streifenwagenbesatzungen des Innenstadtreviers wurde zunächst der 26-Jährige unter starkem Protest sowie heftigem Widerstand in das Gewahrsam eingeliefert. Ihm folgte ebenfalls unfreiwillig der 23-Jährige nach seiner ambulanten Behandlung im Krankenhaus. Im Gewahrsam ordneten die Beamten bei den stark alkoholisierten Krawallmachern eine Blutentnahme an. Die beiden festgenommenen Männer sind bei der Polizei bereits hinreichend wegen Gewalt- und Eigentumsdelikten in Erscheinung getreten. Gegen sie wurden mehrere Strafanzeigen wegen Widerstands gegen Vollzugsbeamte sowie Beleidigungen vorgelegt. Zudem wurden Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Volksverhetzung eingeleitet.

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