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Vipers-Fanclub distanziert sich von Rechtsextremismus

26. April 2012

Vipers-Supporter (hier die Homepage des Clubs) mit Kontakten zu Rechtsextremisten?

Bad Wildungen – „Wir, der Fanclub Vipers Herzblut, sind von verschiedenen Personen darauf angesprochen worden, dass einzelne Mitglieder der Vipers Supporters Kontakte zu rechtsextremistischen Gruppen und Vereinigungen hatten. Unser Fanclub möchte hiermit in keinster Weise in Verbindung gebracht werden. Wir lehnen es ab, gemeinschaftliche Aktionen und Events mit den Vipers Supporters durchzuführen“, heißt es in einer Resolution, die die HNA in der heutigen Ausgabe veröffentlichte. Eigentlich eine begrüßenswerte Entscheidung, doch schon regt sich Widerstand.

Ausgerechnet der Vipers-Geschäftsführer Dirk Ex scheint dem kritisch gegenüberzustehen. Es „müssten zunächst sämtliche Fakten geprüft werden“ wird er in der HNA zitiert. Gleichzeitig wisse er aber bereits, dass keines der Mitglieder der Vipers Supporter der NPD angehöre, dessen sei er sich nach einem längeren Telefonat mit den Supporters sicher. Im Gegenzug wirft er Bad Wildungens Bürgermeister Volker Zimmermann, Erstem Stadtrat Bart van der Meer, VfL-Vorsitzendem Wolfgang Nawrotzki und Herzblut-Vorsitzendem Volker Schüttler laut HNA „Propaganda“ vor. Er verbitte sich jegliche Einmischung in dieser Angelegenheit und spricht von einem „Rufmord gegenüber der Supporters“.

Harte Worte gegen die Kritiker und vor allem der Begriff Propaganda lässt aufhorchen. Augenscheinlich hat er aber bereits die für ihn wichtigen „sämtlichen Fakten“ geprüft um zu diesem Statement zu kommen. Dabei ist ihm einiges entgangen:

Schwarz-weiß-rot mit "Schwarzer Sonne": eindeutig rechtsextreme Symbolik.

Bei einem Blick auf die Homepage der  „Vipers-Supporter“ fällt zum Beispiel das als „Webmaster“ vorgestellte Mitglied David G. auf. Er war nicht nur Mitglied der NPD, sondern sogar NPD-Kandidat für die Landtagswahlen 2008 und 2009, sowie Kreisvorsitzender des Kreis-Waldeck Schwalm-Eder. Ein anderes Mitglied zeigt sich auf seiner facebook-Seite gleich eindeutig mit rechtsextremer Symbolik (s. Bild). Aber die Vipers Supperter haben ja bereits am 23.03.12 in einer Stellungnahme geschrieben: „Von mehreren Seiten wurden unsere Mitglieder angesprochen, ob wir der rechten Szene angehören, dies ist nicht der Fall. Auch wenn Mitglieder der Supporters solches Gedankengut hätten, wäre es nie ein Thema in unseren Fanclub.“ Diese Stellungnahme dürfte dem Vipers-Geschäftsführer wohl gereicht haben.

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