Demonstrationen am 1. Mai

1. Mai 2012

NPD Hersfeld in Bautzen am 1. Mai

Von „erfolgreichen Demonstrationen“ und dem Gelingen des „dezentralen Konzeptes“ wird im Nachklang der Demonstrationen am 1. Mai von ganz Rechter Seite schwadroniert. Die Realität sieht allerdings, wie so häufig, anders aus.

Insgesamt ein knappes Dutzend rechtsextreme Demonstrationen und Kundgebung hat es an diesem Tag bundesweit gegeben. Kaum eine verlief ohne Störungen, meist wurden die Aktionen vorzeitig beendet oder durften erst gar nicht beginnen. So zum Beispiel in Weimar, wo es den Veranstaltern auch nach mehreren Stunden nicht gelungen war eine Ausreichende Zahl von Ordnern zu stellen, die nicht vorbestraft und dazu noch nüchtern waren.

Auch das „dezentrale Konzept“, was jetzt als vermeintlicher Erfolg gefeiert wird, ist eher darin begründet, dass die Szene sich auf keine gemeinsamen Aktionen verständigen konnte und jede Gruppierung ihre eigenen Ziele und Themen verfolgte. Dies spielgelt sich auch in Nordhessen wieder:

– Die sogenannten „Freien Kräfte“ aus Waldeck/Frankenberg wollten auf die Doppel-Demonstration nach Mannheim und Speyer fahren. Dort gab es einen sogenannten „schwarzen Block“, ein neues, auf Massenmilitanz ausgerichtetes Phänomen der extremen Rechten. Schließlich kam es hier auch zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

– Die NPD Hersfeld-Rotenburg hingegen fuhr in die entgegengesetzte Richtung: Nach Bautzen. Hier war der Parteivorsitzende zugegen und der Parteisoldat folgt selbstverständlich dessen Ruf. Man gab sich ziviler, versuchte den Anschein des „ordentlichen Bürgers“  zu erwecken.

– Wieder andere fuhren nach Neumünster: Hier führte die NPD Wahlkampf und wollte noch einmal richtig Schlagzeilen machen. Dies ist ihnen auch gelungen, aber ein wenig anders als Gedacht: Die Demonstration wurde aufgelöst und die Mehrheit der Teilnehmer in Gewahrsam genommen.

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