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JN Vorsitzender will DGB ausspionieren

31. Oktober 2012

Fulda – Der hessische Landesvorsitzende der NPD Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ Martin Braun hat anscheinend versucht, die DGB-Geschäftsstelle in Fulda auszuspionieren. Unter dem Namen „Michael Barth“ wollte er sich angeblich beraten lassen, da er Probleme an seiner Ausbildungsstädte hätte. Wir dokumentieren die Pressemitteilung des DGB Jugendbüros Südosthessen:

Wie in einem schlechten Agentenfilm: Neo-Nazi Martin Braun spioniert im DGB-Büro Fulda

Unter dem Vorwand einer Beratung wegen Problemen in der Berufsausbildung und unter falschem Namen verschaffte sich letzte Woche der Vorsitzende des JN-Landesverbandes Hessen, Martin Braun, Zutritt in die Räumlichkeiten des DGB in Fulda.

Tobias Huth, Jugendbildungsreferent des DGB Südosthessen erklärt dazu: „Wir können nur vermuten, dass sich Herr Braun mal umsehen wollte, wer denn personell das Hünfelder Aktionsbündnis unterstützt. Es ist schon ein bemerkenswerter Vorgang, dass er unter falschen Namen und einer Legende, wie in einem schlechten Agentenfilm unsere Räumlichkeiten aufsucht um sich wie auch immer geartete Informationen zu beschaffen.“

„Klar ist indes zweierlei“, so Huth weiter, „erstens, die Nazis werden anscheinend immer nervöser, weil sie nicht mit so einem breit aufgestellten Protestbündnis gegen den Naziaufmarsch in Hünfeld gerechnet haben und zweitens, Herr Braun hätte die Information, dass die demokratischen Kräfte den Naziaufmarsch nicht widerspruchslos dulden werden auch von uns bekommen, wenn er unter seinem richtigen Namen aufgetreten wäre.“

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