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„Identitäre“ und Neonazi-Terror

11. März 2013
Rechte-Symbolik - mal getarnt - mal ganz offen: Schmierereien auf dem Campus

Rechte Symbolik – mal getarnt – mal ganz offen: Schmierereien auf dem Campus

Kassel – Bereits am 18. Januar berichtete die HNA über ungewöhnliche Schmierereien, die in Kassel aufgetaucht sind, vor allem scheinbar im Bereich des Campus. Bei dem dabei verwendeten Symbol handelt es sich um den griechischen Buchstaben Lambda (sieht aus wie ein umgedrehtes V) in einem Kreis. Das Zeichen steht für die sogenannte „Identitäre Bewegung“, eine neue Propagandabewegung der extremen Rechten, die sich betont modern und stylisch gibt und ihre ideologischen Wurzeln meist zu verschleiern Versucht. In Kassel allerdings zeigt man sich auch mal ganz offen.

Die beschmierte Büchertausch-Telefonzelle an der Uni war damals Grund für den Bericht in der HNA. Neben dem Zeichen der „Identitären“ ist auch in blasserer Farbe ein Hakenkreuz zu sehen gewesen versehen mit dem Hinweis „Wir sind hier“. Das Symbol selbst tauchte noch im Wiso-Pool an der Nora-Platiel-Straße, mit Filzstift und Kreide an die Wände gemalt, und in der Unterführung am Holländischen Platz auf. Dazu hat der Asta laut HNA in den letzten Monaten bereits viele andere Zeichen dieser Art überklebt oder verfremdet.

„NSU – Gute Marke!“ und „Identitäre Bewegung“: Pettenkofer-/Bergmannstraße

„NSU – Gute Marke!“ und „Identitäre Bewegung“: Pettenkofer-/Bergmannstraße

Aber auch in anderen Stadtteilen tauchte die neue Symbolik auf. So wurde uns berichtet, dass in Wehlheiden, Wilhelmshöhe und Kirchditmold verstärkt Aufkleber der „Identitären“ geklebt worden sind. Am Roten Kreuz Krankenhaus erscheint wieder ein Hinweis, welch Geistes Kind die Verursacher zu sein scheinen: Auf einer Hinweistafel wird mit dem Slogan „NSU – Gute Marke!“ unverhohlen Bezug auf die Taten des sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrund“ genommen, die in Kassel eine ihrer Mordtaten begangen haben. Gezeichnet wird der Spruch mit dem Zeichen der „Identitären“.

An der Uni wurden Erinnerungen an die Schmierereien vor eineinhalb Jahren wach. Damals war unter anderem das Mahnmal „Die Rampe“ mit der eindeutigen Parole „Braun statt Bunt“ besprüht worden. Die Täter, drei Aktivisten des sogenannten „Freien Widerstands Kassel“ wurden damals gefasst und inzwischen zu Geldstrafen verurteilt.

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