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„Kategorie C“ Konzert von Polizei beendet

18. Mai 2013
Schluss mit Lustig: Polizei beendet das Konzert gegen 21 Uhr

Schluß mit Lustig: Polizei beendet das Konzert gegen 21 Uhr

Sollstedt (Thüringen) / Eschwege – Ursprünglich war das Konzert der Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ am 18. Mai 2013 für den Raum Eschwege angekündigt. Da bis zum Mittag nicht bekannt gewesen war, wo genau der Veranstaltungsort sein würde, waren im Werra-Meißner vorsorglich starke Polizeikräfte in Bereitschaft, um reagieren zu können. Gebraucht wurden sie schließlich in Thüringen, um das Konzert dort zu beenden. Ein großer Teil der ca. 150 Konzertbesucher indes kam aus dem Raum Nordhessen. Etliche mit deutlichem Bezug zur hiesigen Hooligan und Neonazi-Szene im Umfeld des KSV.

Erst am frühen Abend war der Konzertort bekannt geworden, nachdem ein Schleusungspunkt, den die Veranstalter an der BAB 38 in Thüringen eingerichtet hatten und zu dem die Besucher zuerst gelotst worden waren, von der Polizei aufgelöst wurde.

Die Festhalle in Sollstedt im Landkreis Nordhausen war unter dem Vorwand, eine Verlobungsfeier abhalten zu wollen, angemietet worden. Da im Internet aber ein Kartenvorverkauf angeboten und am Eingang der Halle eine Kasse eingerichtet worden war, war der Abbruch gegen 21 Uhr – die Band hatte gerade ihr zweites Lied gespielt – rechtlich gesichert, allerdings musste vorher noch auf die hessischen Polizeikräfte gewartet werden.

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Welches Publikum dort erschienen war wurde schnell deutlich: Die Polizei, die den Festsaal betrat wurde mit Sprechchören „All Cops are Bastards“ begrüßt. Später auf dem Parkplatz wurde aus einer ca. 30 Personen starken Gruppe von Nordhessischen Nazi-Hooligans erst „Hier regiert der KSV“ skandiert, gefolgt von dem sogenannten U-Bahn-Lied, das vor allem bei extrem rechten Fußballfans beliebt ist („Ein U-Bahn, ein U-Bahn, ein U-Bahn bauen wir, ein U-Bahn bis nach Auschwitz“). Danach stimmten sie gemeinsam das verbotene Propagandalied der Hitlerjugend „Ein junges Volk steht auf“ an. Direkte Konsequenzen hatte das indes für sie nicht: „Die Auflösung der Veranstaltung und die Abreise der Teilnehmer verlief ohne Zwischenfälle“ hieß es später im Thüringer Polizeibericht.

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