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Geschichtenabend mit Kasseler SS-Mitglied

30. November 2013
2013-11-30

2006 trat Barckhausen auf einer Veranstaltung zusammen mit Friedhelm Busse auf

Hamm – Wie das Nachrichtenportal „Blick nach rechts“ berichtet fand am 30. November in Hamm ein sogenanntes „Treffen der Generationen“ statt. Unter diesem Label wurden in den letzten Jahren immer wieder Veranstaltungen beworben, bei denen Alt-Nazis dem Nachwuchs ihre „Lebenserinnerungen“, zumeist Kriegserinnerungen, präsentieren. Diesmal war es der 90-jährige Kurt Barckhausen aus Kassel.

„Blick nach rechts“ berichtet weiter: Der lokale Kreisverband der Partei „Die Rechte“ (DR) organisierte das „1. Treffen der Generationen“, dem weitere Veranstaltungen mit den „letzten noch lebenden Zeitzeugen aus der Erlebnisgeneration“ folgen sollen. Nach Angaben der Veranstalter kamen „rund 50 Gäste aus allen Generationen und von verschiedenen Parteien und Organisationen“. Referent war der 90-jährige Kurt Barckhausen aus Kassel.

Mit 17 Jahren habe sich Barckhausen freiwillig zur Waffen-SS gemeldet, weiß der DR-Kreisverband zu berichten. Bei Kriegsende gehörte er demnach als Untersturmführer der 3. SS-Division „Totenkopf“ an. „Lebhaft“ habe Barckhausen über seine Zeit als Soldat in der „größten Freiwilligenarmee Europas“ berichtet, so „Die Rechte“. Auch sein Einsatz nach dem Mai 1945 imponiert den in der Worch-Partei organisierten Neonazis: Barckhausen habe „in Bedrängnis geratenen ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS“ gefälschte Entlassungspapiere besorgt und damit „einige Kameraden vor den alliierten Häschern retten“ können. „Stehende Ovationen“ gab es dem Veranstaltungsbericht zufolge für Barckhausens Bekenntnis, „dass er seinen Eid, den er als Soldat geschworen hat, bis heute nicht gebrochen hat“. (Quelle: http://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/ss-zeitzeugen)

Bereits in den vergangenen Jahren war Barckhaus bei solcherlei Veranstaltungen aufgetreten, unter anderem 2006 zusammen mit dem inzwischen verstorbenen Altnazi Friedhelm Busse. Ende September besuchte der Hammer Kreisverband eine „Zeitzeugenveranstaltung“ – ebenfalls  mit Barckhaus – in Leipzig. „Er zeigte sich wütend darüber, daß die heutige Regierung die Waffen-SS als Verbrecher bezeichnet“, weiß man zu berichten. Das hat die Rechten scheinbar so beeindruckt, dass man ihn jetzt selbst eingeladen hatte.

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