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Schwulenreferat des AStA Kassel mit Fäkalien beschmiert

14. Januar 2014
Die verschmierte Eingangstür des Referats

Die verschmierte Eingangstür des Referats

Kassel – Wie am Montag, dem 13.01. bekannt wurde, ist das Autonome Schwulenreferat Opfer von Vandalismus geworden. Im Zeitraum zwischen Freitag, dem 09.01. und Sonntag, dem 12.01. beschmierten Unbekannte den Eingang und die Fenster der Räumlichkeiten des Autonomen Referates mit Fäkalien. „Die Räumlichkeiten sind bis zur Reinigung in zwei Tagen nicht mehr benutzbar“, sagt Sascha Apazeller, Referent im Autonomen Schwulenreferat.

Zur Reinigung wurde ein professioneller Reinigungsdienst bestellt. „Wir sind angewiedert von diesem ekelhaften und unverschämten Angriff“, zeigt sich Eike Ortlepp, Vorsitzender des AStAs empört.

Mit dem Outing von Thomas Hitzlsperger und der Debatte um gleichgeschlechtliche Partnerschaften im Lehrplan von Baden-Würtemberg ist das Thema Homosexualität zur Zeit stark in den Medien vertreten. „Auch, wenn wir keine genauen Zusammenhänge kennen, sehen wir darin einen klaren Angriff auf das Schwulenreferat und allen von Ihm vertretenen Personen.“ entrüstet sich Ortlepp weiter.

Das autonome Schwulenreferat vertritt die Interessen von homo- und bisexuellen Studierenden sowie Trans*- und Inter*menschen an der Uni Kassel. Es bietet wöchentliche Beratungstermine und offene Kennenlernabende an und verfügt über eine eigene Bibliothek. „Das Schwulenreferat leistet wertvolle Arbeit zur Förderung von Akzeptanz nicht-heteronormativer Lebensweisen an der Uni und in der Gesellschaft und ermutigt Menschen, offen zu ihrer Sexualität zu stehen und sich nicht zu verstecken“, so Sascha Apazeller, Referent des Autonomen Schwulenreferates.

Sascha Apazeller: „Dieser Angriff zeigt klar auf, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben, bis alle Menschen gleichberechtigt in der Gesellschaft akzeptiert und respektiert werden. Solange es noch Vorbehalte gegen homo- und bisexuelle Menschen sowie gegen Trans* und Inter*menschen gibt, werden Einrichtungen wie das Autonome Schwulenreferat an der Uni Kassel notwendig bleiben!“

(Quelle: Pressemitteilung des AStA Kassel)

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